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Bildung ist die Befähigung, selbst zu denken, lernen, in Freiheit das Leben zu gestalten, ein Leben lang. Doch was in der Geschichte heiß erkämpft wurde, kommt immer mehr ins Wanken: Denken, das erledigt zunehmend die digitale Welt. Früher machten dies die Institutionen und Traditionen, allen voran auch die Kirche. Was niemals Maschinen können werden: die Geister so zu unterscheiden, dass Freiheit und Menschenwürde nicht auf der Strecke bleiben. Im Taumel zunehmender Unsicherheit Orientierung mitzugeben und am Schaffen von Werten mitzuwirken – kann sich das eine säkulare Gesellschaft von Kirche und ihren Institutionen der Bildung erwarten?

Antworten auf die Zukunftsfragen

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Astrid Kury, 14.12.2017

Wurde früher mehr „selbst gedacht“ als heute? Ich glaube nicht. Wichtig ist der gesellschaftliche Konsens darüber, dass Reflexion und Infragestellen äußerst wichtig sind, und dass man sich der Kritik nicht per se verwehren darf. 

Hans-Georg Bauer, 2.2.2018
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Wir sollen, nicht wollen - wir müssen. Gutes zu denken, ist die Voraussetzung, Gutes zu tun und kritisch zu denken, ist die Voraussetzung, Schlechtes zu erkennen und etwas dagegen zu tun. Wir sollen es also nicht anderen überlassen, wie unser Leben gelingen soll, sondern es selbst entscheiden.

Helga Ruschka, 12.1.2018
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Ein Leben in Würde ist nur in Freiheit möglich. Innere Freiheit erlangen wir durch Bildung, auch durch Herzensbildung. Innere Freiheit lässt uns entscheiden, auch, was ist für uns selbst gut, was weniger, wie werden wir manipuliert, verführt? Lesen zwischen den Zeilen ist notwendig, um für uns und andere eine gute Entscheidung treffen zu können. Denken, nachdenken scheint "unmodern" geworden zu sein. Das ist sehr schade. Denn wenn wir nicht geübt sind, im unterscheiden, werden wir von außen getrieben und sind leicht lenkbar. Nur durch Nachdenken und inneres Spüren können wir unseren eigenen Weg finden und auch gehen. Nur durch Nachdenken können wir in der Flut von Informationen das herausfiltern, was für unser Leben gut ist. Und das weglassen, darauf verzichten, was uns schadet. Uns eine eigenständige Meinung bilden, sich ein Bild machen, geschieht durch Lesen und Anhören auch anderer Meinungen. Hinterfragen und Fragen stellen, auch eine gute und positive Streitkultur gehört für mich dazu.

Maria Leitinger (für die 1b der Fachschule Burgstall), 1.3.2018
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Die Maschine ersetzt den Menschen. Wir übernehmen Meinungen, es gibt Gruppenzwang Das Handy und Google denken für uns, wir akzeptieren oft Meinungen, weil wir zu faul sind, um selbst zu denken.

Eckhard Lukesch, 5.2.2018
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Ja - auch wenn viele Anzeichen dagegen sprechen. Vor allem jene sind für mich ein Vorbild, die die modernen Möglichkeiten sinnvoll nutzen.

Georg, 19.3.2018
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Die meisten Menschen verlassen sich auf andere. Aber wir müssen selbst denken, damit wir tun können, was gut ist, was uns und anderen guttut. Manchmal aber ist es schon auch gut, wenn ein anderer für uns und mit uns denkt ...

Serenade, 10.4.2018
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Ja, auch wenn es uns durch die Medien und Fake-News schwer gemacht wird. Leider werden wir auch immer beeinflusst und es wird versucht uns zu lenken -  egal ob das von Politikern, der Kirche oder den Medien ausgeht.

Bernhard Spitzer, 3.4.2018
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Ja.

Massi, 25.4.2018
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Ja, selbstverständlich. Auch wenn die Zukunft mit neuen Innovationen unser Leben beeinflusst, müssen wir dennoch selbst denken um unsere Meinung verkünden zu können. Es fällt einem einfach, die in Nachrichten und sozialen Netzwerken artikulierten Meinungen zu akzeptieren. Jedoch muss man hier selber mitdenken, genau hinsehen und urteilen, ob diese Informationen wahr sind bzw. aus einer anderen Perspektive heraus zu sehen sein sollte.

User, 14. Mai 2018
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Es mag für viele vielleicht leichter erscheinen, anderen das Denken zu überlassen, da man dann nicht so eine große Verantwortung für viele Dinge trägt. Vermutlich müssen deshalb einige diese Frage mit nein beantworten. Jedoch sollte man sich sich zu allem seine eigene Meinung bilden, denn was für jemanden am besten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Martin Schaller, Generaldirektor Raiffeisenbank-Landesbank Steiermark, Dezember 2017
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Seit jeher sind Menschen der Versuchung ausgesetzt, das Denken anderen zu überlassen. Weil man sich ohnehin von anderen (Institutionen) gut vertreten fühlt, weil es manchmal „bequemer“ scheint, weil Denken eben keine einfache Übung ist. Aber: Wer aufhört selbst zu denken, opfert Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Selbstwert und – womöglich – die Zukunft. Ich bin überzeugt: Ja, wir wollen noch selbst denken und ja, wir glauben an unsere Zukunft. Doch der Wille allein reicht nicht, man muss es auch tun und die Gedanken mit anderen teilen. 

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