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Die Stärke von einst wird es nicht mehr geben. Soll man ihr nachtrauern? In der Steiermark kann man sich den Verschränkungen von Kirche, Macht und Politik jedenfalls nicht entziehen – historisch nicht, denn kaum wo sonst in Europa ist diese Trias von weltlicher, geistlicher und geistiger Macht auch architektonisch so verbunden sichtbar wie in der „Grazer Stadtkrone“. Verschränkung oder Verwerfung, Macht und Ohnmacht – die Geschichte weist freilich je beides auf. Und es ist nicht selbstverständlich, dass das Verhältnis von Kirche und Politik auch heute noch fruchtbar ist. Wie aber bringt sich Kirche im 21. Jahrhundert in politisches Handeln ein? Für wen ist sie Anwalt? Und für wen übernimmt sie, wo die Gesellschaft zunehmend auseinanderzudriften scheint, in Zukunft auch Verantwortung?

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Helga Ruschka, 12.1.2018
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Was nützt uns eine große schweigende Mehrheit? Nicht immer kommt es auf die Größe einer Gemeinschaft an. Doch eine gute kirchliche Gemeinschaft kann stärken. Kann uns bestärken, unseren Weg zu gehen. Aufrecht, auch in stürmischen Zeiten. Aufrecht den Weg der Wahrheit und der Liebe zu gehen. Auch wenn wir immer wieder scheitern. Eine Kirche, ein liebender Gott, ein Vorbild, kann Orientierung geben.

Marijana Skoro, 17.1.2018
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Meine Gedanken dazu... Die Kirche ist nur soweit schwach, wie weit sie sich von Gott entfernt. Je mehr Jesus aus dem Mittelpunkt des Geschehens wegrückt, desto schwächer ist die Kirche. Jesus hat Unglaubliches getan: Er hat seinen Aposteln die Füße gewaschen. Hat mit den Menschen gegessen, von denen normalerweise Leute weglaufen, weils dem "Image" schaden könnte. Er hat sich für uns ans Kreuz nageln lassen. War er schwach? Nein, ganz im Gegenteil finde ich, war das extrem stark! Eben weil er dies alles tat und die ganze Zeit mit Gott Vater verbunden war und seinen Willen suchte. Wenn wir anfangen so zu leben, dass wir wirklich daran glauben Kinder Gottes zu sein, und dass unser Gott allmächtig ist - mächtiger als jeder Mensch auf der Erde und deren Politik, ändert sich die Haltung der Kirche von innen heraus. Von da an ist es unwichtig wie "schwach" Kirche in den Augen der Menschheit ist, denn Gott tut genau in dieser Schwäche Wunderbares. Jetzt bleiben die Fragen: Ist Gott wirklich noch der Mittelpunkt unserer Kirche oder sind wir zu einem "Verein" geworden? Durch welche Vision wird unsere Kirche geführt, was ist unser Ziel? Wie lebe ich persönlich, ist Gott in meinem Leben an erster Stelle? Wen dem nicht so ist, wie kann ich das ändern? Big bless MJ

Roman Gerdenitsch, 25.1.2018
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Kirche hat keine Macht, der Glauben bringt Stärke!

Hans-Georg Bauer, 2.2.2018
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Wenig; aber sie muss auch nicht Macht haben, sondern überzeugend sein. Und dazu können wir durch unser Glaubensbekenntnis im täglichen Leben beitragen.

Eckhard Lukesch, 5.2.2018
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In der heutigen Zeit hat auch eine starke Kirche wenig Macht. Das liegt am Wandel der Zeit, die so viele Werte verändert hat: Was ist Wahrheit? Was hat Bestand? Was ist richtig?

Herbert, 6.2.2018
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 Die Macht liegt dort, wo die Menschen denken dass sie liegt. Im Zeitalter der Wissenschaft ist die Religion zweitrangig.

Georg, 19.3.2018
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Eine Kirche braucht keine Macht; entscheidend ist, dass sie liebt! In Reinhard Raffalts "Der Nachfolger" spricht der sterbende Kardinal Toledo folgende Worte: " ... da war ich noch der Richter, nicht der Hirte ....." und "... Ich bereue, was ich getan, mehr noch, was ich gesagt, am meisten, was ich gedacht ..." Eine solche bekennende, vergebende, liebende Kirche braucht keine Macht. Und wenn sich die "schwache" Kirche darauf, auf ihre Sendung von Gott besinnt, wird sie wieder stark.

Matthias Kahlbacher, 25.3.2018
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Kirche braucht keine Macht. Macht und Geld verdirbt. Die Kirche ist nur so stark wie ihre Führungskräfte es sind.

Thaddäus von Tentakel, 25.4.2018
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Die Kirche ist nur so schwach wie sie sich nach außen hin zeigt. Die Kirche muss überzeugend sein und hinter ihrem Wort stehen, so wird sie auch an Ansehen gewinnen und immer mehr Einfluss im Leben des Menschen haben, aber sie darf ihre gewonne Macht nicht ausnutzen bzw. missbrauchen.

Renate Unterkofler, 11.6.2018
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Schade, dass in unserer Kirche bei den Sorgen und Problemen in der heutigen Zeit noch immer die Macht das Wichtigste zu sein scheint. Ich bin sehr enttäuscht, erlebe ich in meiner Pfarre doch so viel Kummer, Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung und Glaubenszweifel.

Beiträge zu dieser Frage sind in den kommenden Wochen verfügbar.

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Wie viel Macht hat eine schwache Kirche?

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