Seckau

Datum
8.4.2018, 10 Uhr

Ort
Basilika von Seckau

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Gottesdienst aus der Abtei Seckau Radioübertragung

Basilika Seckau
Nachdem 1142 das von Adalram von Waldeck gegründete Chorherrenstift von St. Marein-Feistritz nach Seckau verlegt worden war, begann man bald mit dem Bau der Kirche, die am 16. September 1164 von Bischof Hartmann von Brixen den hl. drei Königen geweiht wurde. Mit der Gründung eines Suffraganbistums durch den Salzburger Erzbischof Eberhard II. im Jahr 1218 erlangte die Stiftskirche Seckau den Rang einer Kathedrale und gewann jahrhundertelange Bedeutung als Bischofsitz und Grabstätte. Nach der Aufhebung des Chorherrenstiftes 1782 wurde der Bischofsitz nach Graz verlegt. Mit der Wiederbesiedelung des Seckauer Stiftes durch die Beuroner Benediktinermönche im Jahr 1883 gewann das Kloster als spirituelles Zentrum und als Marienwallfahrtsort wieder an Bedeutung. Die Basilika erfuhr nach dem Turmsturz 1886 eine Neugestaltung der Fassade. Auf die Gestaltung der Engelkapelle mit Fresken aus der Apokalypse durch Herbert Boeckl (1952–1960) erfolgte zum 800-Jahr-Jubiläum der Kirchweihe 1964 eine Neuordnung des Altarraumes mit der restaurierten romanischen Kreuzigungsgruppe durch Clemens Holzmeister.

Prior Administrator P.Johannes Fragner sagt zum Abschluss der Renovierungsarbeiten: „Wir Mönche der Abtei Seckau und die Seckauer Pfarrbevölkerung sind von Herzen dankbar, dass durch die großzügigen Subventionen seitens der Diözese, des Landes Steiermark, des Bundesdenkmalamtes sowie vieler SpenderInnen die Innenrenovierung unserer Basilika ermöglicht worden ist. Je näher der Abschluss der Renovierungsarbeiten heranrückt, desto mehr kann man erahnen, dass die Besucher des einzigartigen romanischen Gotteshauses noch mehr als bisher von dessen Ausstrahlung fasziniert und innerlich berührt sein werden. Auch ich persönlich darf neu lernen zu staunen über ein architektonisches Kunstwerk, das gerade in seiner Schlichtheit und Schönheit einlädt in Stille zu verweilen und die oft verborgene Sehnsucht nach Gott im Herzen wahrzunehmen. Für uns Mönche ist es ein besonderes Geschenk hier leben und beten zu dürfen.“

1218 - 2018
Die konkreten Vorbereitungen für die Gründung des Bistums Seckau begannen 1217: Im Herbst des Jahres reiste im Auftrage des Salzburger Erzbischofs Eberhard II. Propst Karl von Friesach nach Rom, um über die Errichtung einer Diözese zu verhandeln. Die Bistumsgründung ist urkundlich nicht direkt belegbar, sie kann aber aufgrund von anderen Quellen für den Hoch- oder Spätsommer des Jahres 1218 angenommen werden: Einerseits durch die päpstliche Erlaubnis (22. Juni 1218) und durch ein entsprechendes päpstliches Schreiben vom 8. Juli 1218 an das Stift Seckau, andererseits durch die erste Nennung von Bischof Karl (25. September 1218) bzw. schließlich durch die weltliche Bestätigung von König Friedrich II. vom 26. Oktober 1218. Als „Gründungsväter“ des neuen Bistums können der Salzburger Erzbischof Eberhard II., Papst Honorius III. und König Friedrich II. angesehen werden.

Wandel der Zeit
Mit dem Motto "Zukunft säen" nimmt sich die Katholische Kirche Steiermark  viel vor. Es formuliert die Zusage und den Anspruch des Evangeliums. „Mit dem Reich Gottes ist es, wie mit einem Samenkorn (...)“, das auf Wachstum und Leben wartet. Es setzt auf Zeit. Vieles befindet sich im Wandel, auch in der Kirche.

 

Foto: G. Neuhold

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800 Jahre
Diözese Graz-Seckau
Dez 2017 - Sep 2018